Das Washington Dekret

Das Washington Dekret Adler-Olsen
Das Washington Dekret
Der Hype um Jussi Adler-Olsen nimmt kein Ende. Der Däne, der sich mit der Veröffentlichung der Carl-Mørck-Reihe unlängst ein Denkmal gesetzt hat, erregt konsequent auch fernab seines populärsten Charakters die Aufmerksamkeit der bücherlesenden Fan-Gemeinde. „Das Washington Dekret“ erschien erstmalig im Februar 2013 – und spaltet seitdem die Gemüter der Öffentlichkeit. Sehen einige Leser einen weiteren Beweis für die grenzenlose Fantasie des dänischen Autors, beklagen andere Enthusiasten die mangelhafte Darstellung der Realität. Keine Herangehensweise kann letztendlich als falsch angesehen werden.

Der Präsident und seine Probleme
Auch ein Präsident kann seiner Vergangenheit nicht entkommen: Als das neu gewählte Oberhaupt Bruce Jansen die Zügel in die Hand nimmt, kocht die Vergangenheit in ihrer schlimmsten Form aufs Neue hoch. Noch in der Wahlnacht wird die schwangere Frau des Präsidenten umgebracht. Besonders heikel: Bereits seine erste Frau wurde einst, als Jansen noch Gouverneur vom Bundesstaat Virginia gewesen ist, bei einem Ausflug nach China durch eine Messerattacke über den Jordan geschickt.

Trotz der Tatsache, Präsident der Vereinigten Staaten zu sein, kann Jansen sein Innenleben nur schwer verstecken. Mit seinen engsten Freunden zieht er sich zurück und tritt bald an die Öffentlichkeit, um die Freiheit der Bürger massiv einzuschränken und das gesamte Land in eine nahezu ausweglose Situation zu manövrieren. Obgleich zunächst der demokratische Beistand erfolgt, lässt sich der US-amerikanische Staat bald kaum noch aus seinem krisenähnlichen Zustand befreien.

Das Fazit zu Das Washington Dekret

Keine Frage, mit den Werken um Carl Mørck hat sich Jussi Adler-Olsen in den Kriminal-Olymp erhoben. „Das Washington Dekret“ hingegen kommt nur schwer in Gang und möchte zu keinem Zeitpunkt wirklich mit Realismus oder Versand glänzen. Schon nach kurzer Zeit ist die eigentliche Handlung nahezu abgeschlossen, als der Hotelangestellte als Täter identifiziert und konsequent aus dem Weg geräumt wird. Der Hotelbesitzer hingegen muss schnell als anstiftender Sündenbock herhalten – und das, obwohl dessen Schuld meilenweit gegen den Wind stinkt und minderbemittelte Anwälte den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, bis selbst dieser Teil der Geschichte in wenigen Sätzen abgehandelt und zum Positiven gewendet wird. Keine Sorge übrigens: Einen konkreten Spoiler stellen diese Informationen ob ihrer Deutlichkeit nicht dar!

Die Geschichte selbst spielt sich aus der Perspektive verschiedener Charaktere ab, die mal mehr und mal weniger in den Fall involviert sind. Der sehr unrealistischen Herangehensweise ist es zu verdanken, dass kaum Atmosphäre aufkommen möchte, die nicht sofort mit kleinen Übeln von der Hand gewiesen werden könnte. Im Gegensatz zum Gros der Mørck-Fälle zeichnet sich „Das Washington Dekret“ sehr einseitig ab, ohne jemals aus dem zweiten Gang kommen zu wollen. Für Adler-Olsen-Fanatiker gibt das Werk möglicherweise eine gute Figur ab – Leser, die einen waschechten Kriminalroman erwarten, werden jedoch schnell von einer zahmen und wenig spannenden Handlung ernüchtert. Kurz: Kann ins Bücherregal, muss aber nicht!

Alle Fakten zu Das Washington Dekret

Das Washington Dekret ist 2013 im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen. Seit Februar 2015 gibt es auch endlich die Taschenbuch Version. Sie kostet neue 9,95 EUR. Das ebook für den Kindle oder Tolino kostet 7,99 EUR. Jetzt gleich Online bei amazon kaufen.
Gebraucht gibt es das Taschenbuch unter anderem bei Booklooker schon für 7 EUR. Andere Quellen für gebrauchte Bücher sind neben amazon auch ebay oder auch medimops.

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